Brand Guidelines erstellen: Dein Regelwerk
Brand Guidelines erstellen: So baust Du Markenrichtlinien auf, die Dein Brand Management vereinfachen und Dein Team konsistent arbeiten lassen.
Brand Guidelines sind das Regelwerk, das dafür sorgt, dass Deine Marke auch dann funktioniert, wenn Du nicht im Raum bist. Ohne sie entscheidet jeder nach Gefühl, und das Ergebnis sieht auch so aus.
Das klingt streng. Ist es aber nicht. Brand Guidelines sind kein bürokratischer Aufwand, der Kreativität erstickt. Sie sind das Gegenteil: ein klarer Rahmen, der es allen einfacher macht, gute Entscheidungen zu treffen. Ob Du selbst einen Social-Media-Post erstellst, einem Freelancer ein Briefing gibst oder einer Druckerei Daten lieferst: mit dokumentierten Richtlinien weiss jeder, was geht, was nicht geht und warum.
Konsistente Markenpräsentation steigert den Umsatz um bis zu 33 %. Das zeigt die Brand Consistency Studie von Marq/Lucidpress (2019). Nicht weil ein PDF mit Farbcodes magische Kräfte hat. Sondern weil Konsistenz Vertrauen aufbaut. Und Vertrauen ist, was Menschen dazu bringt, bei Dir zu kaufen statt bei der Konkurrenz.
In der Serie «Marke von Grund auf» haben wir bisher über Positionierung, Logo-Design, Farben, Typografie und Bildsprache gesprochen. Die Brand Guidelines bringen all das zusammen, in einem Dokument, das als Referenz für alles dient, was nach aussen geht.
Was Brand Guidelines eigentlich sind
Brand Guidelines (auch Brandbook, Markenrichtlinien oder Brand Manual genannt) sind ein Dokument, das definiert, wie Deine Marke aussieht, klingt und sich anfühlt. Nicht als Vorschlag, sondern als verbindliche Referenz.
Das Dokument beantwortet eine einzige Frage: Wenn jemand, der Dich und Dein Unternehmen nicht persönlich kennt, etwas im Namen Deiner Marke gestalten müsste, könnte er das korrekt tun?
Wenn die Antwort Nein ist, fehlen Dir Guidelines. Oder die vorhandenen taugen nichts.
Viele verwechseln Brand Guidelines mit einem Styleguide. Der Unterschied: Ein Styleguide beschränkt sich auf visuelle Regeln (Farben, Schriften, Logo-Abstände). Brand Guidelines gehen weiter. Sie umfassen auch Tonalität, Markenwerte, Dos und Don’ts, Anwendungsbeispiele und Kontexterklärungen. Ein Styleguide sagt Dir was. Brand Guidelines sagen Dir was, warum und wie.
Was in Brand Guidelines drinstehen muss
Nicht jedes Unternehmen braucht ein 80-seitiges Brandbook. Aber jedes Unternehmen braucht mindestens die folgenden Abschnitte. Die Reihenfolge ist bewusst gewählt: von der Strategie zum Detail.
1. Markenessenz
Hier fängt alles an. Bevor jemand Dein Logo korrekt platzieren kann, muss er verstehen, wofür Du stehst. Dieser Abschnitt enthält:
- Mission: Was Du tust und für wen.
- Vision: Wohin Du willst.
- Markenwerte: Die 3–5 Werte, die Dein Handeln leiten. Nicht «innovativ, nachhaltig, kundennah», sondern Werte, die tatsächlich Entscheidungen beeinflussen.
- Positionierung: Dein Positionierungs-Statement in 2–3 Sätzen. Wem hilfst Du? Was macht Dich anders?
Dieser Abschnitt ist der wichtigste. Ohne ihn sind alle visuellen Regeln nur Kosmetik.
2. Logo
Das Logo-Kapitel definiert mehr als nur «so sieht unser Logo aus». Es klärt:
- Primärlogo und Varianten: Vollversion, Kompaktversion, Icon. Wann welche Version zum Einsatz kommt.
- Schutzzone: Der Mindestabstand um das Logo, in dem kein anderes Element stehen darf. In der Regel definiert als Vielfaches eines Logo-Elements (z.B. die Höhe des Buchstabens «a»).
- Mindestgrösse: Unter welcher Grösse das Logo nicht verwendet werden darf, damit es lesbar bleibt.
- Farbvarianten: Logo auf hellem Hintergrund, auf dunklem Hintergrund, Schwarz-Weiss-Version.
- Dont’s: Was explizit nicht erlaubt ist: Logo drehen, strecken, Farben ändern, Schatten hinzufügen, auf unruhige Hintergründe setzen. Mit konkreten Negativ-Beispielen.
Die Dont’s sind genauso wichtig wie die Dos. Denn die häufigsten Fehler passieren nicht aus bösem Willen, sondern aus Unwissen.
3. Farbpalette
Farben sind keine Geschmacksfrage. Sie sind strategische Entscheidungen. Dein Farbkapitel enthält:
- Primärfarben: Die 2–3 Hauptfarben Deiner Marke. Mit exakten Werten für HEX (Web), RGB (Bildschirm), CMYK (Print) und, falls nötig, Pantone (Spezialdrucke).
- Sekundärfarben: Ergänzende Farben für Akzente, Hintergründe, Infografiken.
- Verhältnisse: Welche Farbe dominiert? Wie viel Prozent der Fläche nimmt die Primärfarbe ein? Das klingt pedantisch, verhindert aber, dass jemand Deinen Auftritt in einer Akzentfarbe ertränkt.
- Hintergrund- und Textfarben: Was funktioniert auf was? Welche Kombinationen sind für Barrierefreiheit geeignet?
Eine Studie der University of Loyola Maryland zeigt, dass Farben die Markenwahrnehmung um bis zu 80 % steigern können. Die Farbpalette ist also kein dekorativer Abschnitt; sie ist einer der grössten Hebel für Wiedererkennung.
4. Typografie
Schriften transportieren Persönlichkeit. Dein Typografie-Kapitel definiert:
- Primärschrift: Für Überschriften. Name, Bezugsquelle, erlaubte Schnitte (Regular, Bold, Italic; nicht alle auf einmal).
- Sekundärschrift: Für Fliesstext und lange Textpassagen. Muss gut lesbar sein, auch in kleinen Grössen.
- Systemschrift: Fallback für Umgebungen, in denen Deine Marken-Schriften nicht verfügbar sind (E-Mails, Word-Dokumente, Präsentationen).
- Hierarchie: Welche Grössen für H1, H2, H3, Fliesstext, Bildunterschriften. Nicht jede Überschrift braucht dieselbe Grösse.
- Zeilenabstand und Laufweite: Klingt technisch, macht aber den Unterschied zwischen einem professionellen und einem amateurhaften Layout.
5. Bildsprache
Bilder transportieren mehr als Text. Dein Bildsprache-Kapitel definiert:
- Stil: Dokumentarisch, inszeniert, illustrativ? Warm oder kühl? Natürliches Licht oder Studio?
- Motive: Was zeigst Du? Menschen bei der Arbeit, Produkte, abstrakte Formen? Was zeigst Du bewusst nicht?
- Bearbeitung: Farbfilter, Kontrast, Sättigung. Damit alle Bilder zusammengehörig wirken.
- Stockfotos: Erlaubt oder nicht? Wenn ja, welche Quellen, welche Stilrichtung? «Lachende Menschen im Meeting» ist ein Genre, das Du vielleicht meiden willst.
- Illustrationen und Icons: Wenn Du mit Illustrationen arbeitest: welcher Stil? Welche Strichstärke? Welche Farben?
6. Tonalität und Sprache
Dieser Abschnitt wird am häufigsten vergessen, und verursacht die meisten Inkonsistenzen. Denn Du kannst ein perfektes visuelles System haben und trotzdem klingen wie drei verschiedene Unternehmen.
- Stimme: Wie klingt Deine Marke? Beschreib es in 3–5 Adjektiven. Nicht «professionell, freundlich, modern» (das sagt jeder). Sondern: «direkt, trocken, sachkundig, mit einem Augenzwinkern».
- Duzen oder Siezen: In der Schweiz eine strategische Entscheidung, keine Geschmacksfrage.
- Sprachbeispiele: So klingen wir. So klingen wir nicht. Konkrete Vorher-Nachher-Beispiele.
- Verbotene Wörter: Welche Floskeln, Buzzwords oder Phrasen vermeidet Deine Marke bewusst?
7. Anwendungsbeispiele
Regeln ohne Beispiele sind Theorie. Dieser Abschnitt zeigt konkret, wie alles zusammenspielt:
- Visitenkarten
- E-Mail-Signatur
- Social-Media-Posts (verschiedene Formate)
- Offerten und Rechnungen
- Präsentationen
- Website-Elemente
- Eventuell Fahrzeugbeschriftung, Schaufenster, Verpackung
Je mehr reale Anwendungen Du zeigst, desto weniger Interpretationsspielraum bleibt. Und weniger Interpretationsspielraum bedeutet mehr Konsistenz.
Jemand investiert in ein tolles Brand System, aber die Guidelines bleiben in einer Schublade liegen. Dann schickt drei Monate später ein Freelancer einen Entwurf, und alles sieht wieder anders aus. Nicht aus bösem Willen, sondern weil niemand ihm die Regeln gezeigt hat. Brand Guidelines sind kein Abschluss-Dokument. Sie sind der Anfang der täglichen Markenarbeit. – Aus einem Kundenprojekt
Digital vs. PDF: Welches Format ist besser?
Die klassische Variante ist ein PDF. Schön gestaltet, durchdesignt, jede Seite ein Genuss. Sieht toll aus in der Präsentation. Hat aber einen entscheidenden Nachteil: es veraltet.
Sobald Du eine Farbe anpasst, eine Schrift wechselst oder ein neues Social-Media-Format hinzukommt, musst Du das gesamte PDF aktualisieren, neu exportieren und an alle verteilen. In der Praxis passiert das nicht. Also arbeiten alle mit einer veralteten Version.
Digitale Brand Guidelines lösen dieses Problem. Ob als Notion-Seite, als Figma-Datei, als eigene Subdomain oder als Abschnitt im Intranet: Der Vorteil ist klar. Eine einzige Quelle der Wahrheit, die jederzeit aktuell ist.
Für KMU und Einzelfirmen in der Schweiz empfehle ich eine pragmatische Lösung:
- Ein kompaktes PDF als Einführung und Offline-Referenz. 8–15 Seiten, das Wichtigste zusammengefasst.
- Ein digitaler Asset-Hub, ein geteilter Ordner (Google Drive, Dropbox, OneDrive) mit allen Logo-Dateien, Schriften, Templates und Farbpaletten.
- Optional: eine lebende Referenzseite in Notion oder Figma, die Du bei Änderungen direkt aktualisierst.
Das PDF gibt den Überblick. Der digitale Hub liefert die Dateien. Zusammen funktioniert das auch ohne Enterprise-Tools oder teures Brand-Management-Software.
Wie detailliert müssen die Guidelines sein?
Das hängt davon ab, wer damit arbeitet.
Solopreneur, der alles selbst macht? Dann reichen 4–6 Seiten. Du brauchst keine Regeln für ein Team, das es nicht gibt. Aber Du brauchst eine Referenz für Dich selbst, damit Du in sechs Monaten immer noch weisst, welches Blau Du verwendest.
Kleines Team, 2–5 Personen? 8–15 Seiten. Genug, um die wichtigsten visuellen und sprachlichen Regeln abzudecken. Mit Beispielen und klaren Dont’s.
Wachsendes Unternehmen mit Freelancern und Agenturen? 15–30 Seiten. Hier brauchst Du Detailtiefe, weil Menschen, die Deine Marke nicht täglich erleben, trotzdem korrekt damit arbeiten müssen. Anwendungsbeispiele, Kontexterklärungen, Dateiformate und technische Spezifikationen.
Die Faustregel: Schreib die Guidelines so, dass jemand, der Dein Unternehmen nicht kennt, nach dem Lesen einen Social-Media-Post erstellen könnte, der nach Dir aussieht. Wenn das nicht klappt, fehlt Information.
Die häufigsten Fehler bei Brand Guidelines
Auch beim Erstellen von Guidelines kann man einiges falsch machen. Hier die Fehler, die ich am häufigsten sehe:
Fehler 1: Zu vage «Verwende eine moderne, frische Bildsprache» ist keine Richtlinie. Das ist eine Meinungsäusserung. Jeder versteht unter «modern» und «frisch» etwas anderes. Besser: «Verwende natürliches Licht, warme Töne, keine gestellten Posen. Bevorzuge Aufnahmen aus dem echten Arbeitsalltag statt Stockfotos.»
Fehler 2: Zu starr Guidelines, die keinen Spielraum lassen, werden umgangen. Wenn jemand einen Instagram-Story erstellen will und die Guidelines nur Regeln für Printmaterialien enthalten, improvisiert er. Bau bewusst Flexibilität ein: Definiere Prinzipien statt Pixel-genaue Layouts.
Fehler 3: Nicht zugänglich Wenn niemand weiss, wo die Guidelines sind, existieren sie nicht. «Liegt auf dem Server» reicht nicht. Jeder, der mit Deiner Marke arbeitet, muss in 30 Sekunden Zugriff haben. Link in der E-Mail-Signatur, im Slack-Kanal, im Onboarding-Dokument.
Fehler 4: Kein Onboarding Du kannst die besten Guidelines schreiben. Wenn Du sie jemandem ohne Kontext in die Hand drückst, wird er sie nicht lesen. Plane 15 Minuten ein, um neue Teammitglieder oder externe Partner durch die Guidelines zu führen. Zeig ihnen die wichtigsten Abschnitte, erkläre das Warum hinter den Regeln.
Fehler 5: Nie aktualisiert Guidelines von 2019, die Instagram Reels nicht kennen und eine Schrift empfehlen, die es nicht mehr gibt: Das passiert öfter, als Du denkst. Plane einen jährlichen Review ein. 30 Minuten reichen, um zu prüfen, ob alles noch stimmt.
Wie Du Brand Guidelines durchsetzt
Das schönste Dokument nützt nichts, wenn sich niemand daran hält. Durchsetzung klingt autoritär, meint aber im Kern etwas Einfaches: Es muss einfacher sein, die Guidelines einzuhalten, als sie zu ignorieren.
Templates sind Dein bester Freund. Erstelle Vorlagen für alles, was regelmässig produziert wird: Social-Media-Posts, Offerten, Präsentationen, E-Mail-Signaturen, Rechnungen. Wenn das Template bereits die richtigen Farben, Schriften und Layouts enthält, muss niemand erst die Guidelines konsultieren. Die Konsistenz ist eingebaut.
Mach die Assets zugänglich. Logo-Dateien in allen Formaten, Farbpaletten als Swatch-Datei, Schrift-Dateien mit Installationsanleitung, Icon-Sets. Alles an einem Ort, klar benannt, sofort einsetzbar. Wenn jemand erst fünf Minuten suchen muss, nimmt er einfach, was gerade da ist.
Bestimme eine:n Hüter:in. In kleinen Teams reicht eine Person, die ein Auge auf den Output hat. Kein Quality-Control-Monster, sondern jemand, der bei neuen Materialien einmal drüberschaut und freundlich darauf hinweist, wenn etwas abweicht.
In unserer Erfahrung nutzt nur ein Bruchteil der KMU ihre Brand Guidelines aktiv im Tagesgeschäft. Die Mehrheit erstellt sie und vergisst sie dann. Das ist keine Frage der Disziplin; es ist eine Frage der Umsetzbarkeit. Je praxisnäher Deine Guidelines sind, desto wahrscheinlicher werden sie genutzt.
Brand Guidelines erstellen: Die Kurzanleitung
Wenn Du jetzt selbst loslegen willst, hier der pragmatische Weg:
Schritt 1: Sammle, was Du hast. Logo-Dateien, Farbcodes, Schriftarten, bisherige Materialien. Leg alles in einen Ordner. Das ist Dein Rohmaterial.
Schritt 2: Definiere die Nicht-Verhandelbaren. Was darf auf keinen Fall variieren? Bei den meisten Marken sind das: Logo, Primärfarben, Hauptschrift. Alles andere hat Spielraum.
Schritt 3: Schreib die Regeln auf. Nicht als Roman. Sondern als klare Anweisungen: «Die Primärfarbe ist #2A3D45. Sie wird für Überschriften und Call-to-Action-Buttons verwendet. Nie als Hintergrundfarbe für grosse Flächen.»
Schritt 4: Zeig Beispiele. Für jede Regel mindestens ein Positiv-Beispiel («So sieht es richtig aus») und ein Negativ-Beispiel («So nicht»).
Schritt 5: Teste es. Gib die Guidelines jemandem, der Deine Marke nicht kennt. Bitte ihn, damit einen einfachen Flyer zu erstellen. Was funktioniert? Wo fehlt Information? Überarbeite.
Wann lohnt sich professionelle Hilfe?
Du kannst Brand Guidelines selbst erstellen, wenn Du bereits ein sauberes Brand System hast. Wenn Logo, Farben, Schriften und Tonalität klar definiert sind, geht es nur noch darum, das Vorhandene zu dokumentieren. Das ist machbar.
Wenn Du allerdings noch kein konsistentes System hast, wird das Dokumentieren zum Problem. Du kannst keine Regeln für etwas aufschreiben, das noch nicht existiert. In dem Fall brauchst Du zuerst die Grundlage, und dann die Guidelines.
Unser Minimum-Angebot enthält genau das: Positionierung, Logo-System, Farbpalette, Typografie und Basis-Guidelines. Ein Paket, das nicht bei der Gestaltung aufhört, sondern Dir auch das Werkzeug gibt, die Marke weiterzuführen. Ein Brand System ohne Guidelines ist ein Projekt, das nie zu Ende gedacht wurde.
Wenn Du wissen willst, was professionelles Branding in der Schweiz kostet, findest Du dort einen ehrlichen Überblick über Preise und Budget-Bereiche.
Das Minimum, das funktioniert
Du weisst jetzt, was in Brand Guidelines gehört, wie detailliert sie sein müssen und wie Du dafür sorgst, dass sie auch genutzt werden. Der nächste Schritt in der Serie «Marke von Grund auf» ist Marke führen im Alltag. Dort zeigen wir, wie Du Konsistenz im Tagesgeschäft aufrechterhältst, ohne dass es zur Vollzeitaufgabe wird.
Ein Beispiel dafür, warum das so wichtig ist: Tanner Schadstoffsanierung brauchte als Neugründung von Anfang an ein klares Regelwerk. Für Fahrzeugbeschriftungen, Arbeitskleidung, Messe-Auftritte, Offerten. Ohne Guidelines wäre jede dieser Anwendungen eine neue Entscheidung geworden. Mit einem gut gemachten Dokument lief es ab dem ersten Tag konsistent. Das ist kein Komfort. Das ist operative Effizienz.
Wenn Du gerade merkst, dass Du noch gar keine solide Grundlage hast, auf der Du Guidelines aufbauen könntest: Starte mit einem Brand Check. Unverbindlich, ehrlich, ohne versteckte Agenda. Wir schauen gemeinsam, wo Du stehst und was Du als Nächstes brauchst.
Denn das beste Regelwerk nützt nichts, wenn die Grundlage fehlt. Und die beste Grundlage nützt nichts, wenn sie nicht dokumentiert ist. Beides gehört zusammen.
Häufige Fragen
Wie umfangreich müssen Brand Guidelines sein? +
Für die meisten KMU und Einzelfirmen in der Schweiz reichen 8–15 Seiten. Entscheidend ist nicht die Seitenzahl, sondern ob jemand, der Deine Marke nicht kennt, damit konsistent arbeiten kann. Ein schlankes, gut strukturiertes Dokument schlägt ein 80-seitiges PDF, das niemand liest.
Brand Guidelines digital oder als PDF? +
Beides hat Vorteile. Ein PDF eignet sich als fixe Referenz für externe Partner. Eine digitale Version (z.B. Notion, Figma oder eine eigene Webseite) lässt sich einfacher aktualisieren und teilen. Für kleine Teams empfiehlt sich ein gut strukturiertes PDF plus ein geteilter Ordner mit allen Assets.
Wer braucht Brand Guidelines? +
Jedes Unternehmen, das mit mehr als einer Person am Auftritt arbeitet, also praktisch jedes. Sobald Du einen Freelancer, eine Druckerei oder eine Social-Media-Betreuung einbindest, brauchst Du dokumentierte Regeln. Sonst interpretiert jeder Deine Marke anders.
Wie oft sollte man Brand Guidelines aktualisieren? +
Mindestens einmal pro Jahr überprüfen. Aktualisieren, wenn sich etwas Grundlegendes ändert: neue Angebote, neue Kanäle, neue Teammitglieder. Die Guidelines sollten ein lebendiges Dokument sein, kein Archivstück.